Sony bittet Gamer um Entschuldigung und bietet Präsente als Wiedergutmachung an
- Abgelegt in: Playstation
- Datum: 3. Mai 2011
Playstation-Chef Kaz Hirai sowie der Manager von Sony haben sich in Tokio bei den Gamern höchstpersönlich mit einer Verbeugung entschuldigt. Zuvor hatten Hacker Nutzerdaten aus dem Playstation Network entwendet. Sony will die Gamer mit Geschenken entschädigen und in Zukunft gegen solche Angriffe gewappnet sein.
Kaz Hirai ließ auf der Pressekonferenz in Tokio verlauten: „Uns ist die Sicherheit der Informationen über unsere Kunden sehr wichtig und wir möchten den Kunden helfen, ihre persönlichen Daten zu schützen“. Nach und nach sollen die Online-Dienste vom Playstation Network sowie Qriocity wiederhergestellt werden. Die erste Anmeldung erfordert vom Spieler ein neues Passwort, wobei die Playstation 3 zudem noch mit einer neuen Firmware versehen sein wird. Bei der Neuanmeldung wird der Account mit der PS3 verknüpft, wo er wieder aktiviert wird. Bei Qriocity soll eine Bestätigungs-E-Mail von Nöten sein. Sony empfiehlt, als erstes das Kennwort des Mailaccounts zu ändern, den der User bei der Anmeldung angegeben hat, insbesondere wenn Passwort der Mail-Adresse und des PSN-Accounts identisch sind. Anschließend will Sony in Kürze ein nicht genau erläutertes Programm starten, das einem Identitätsdiebstahl vorbeugen soll. Bei der der PSN-Wiederaufnahme soll ein „Willkommen-zurück-Paket“ erscheinen, das je nach Land unterschiedlich gestaltet werden soll. Als Entschädigung für den PSN-Hack erlangen die Spieler kostenlose Inhalte wie Spiele-Download und die Verwendung des Premium-Plus-Accounts für 30 Tage.
Sony betonte nochmals, dass es nach wie vor keinerlei Hinweise darauf gebe, dass Kreditkarten-Daten gestohlen wurden. Hirai zufolge, waren über zehn Millionen aktive Kreditkarteninformationen in der Datenbank erfasst worden. Sony will die Kosten des Austauschs einer Kreditkarte voll übernehmen. Derzeit gibt es aber keine Hinweise auf den Missbrauch von Kreditkarteninformationen, erklärte Sony. Sony will in Zukunft sein Netzwerk besser vor solchen Angriffen schützen, dazu wurden weitere Firewalls eingerichtet und die Verschlüsselung von Daten optimiert. Sony musste heftige Kritik wegstecken, denn die Nutzerdaten der Gamer wie Name, Passwort sowie Wohnort, wurden unverschlüsselt gespeichert.






