Für Sonys Datendiebstahl, den vor paar Woche eine anonyme Hackergruppe begangen haben soll, will Sony seine 77 Millionen PSN-User entschädigen, Die Entschädigung soll in Form von kostenlosen Spielen, Gratismonaten und weiteren Extras zu den Spielern finden. Demnach sollen alle PSN-Kunden, die bis zum 20.April 2011 ein aktives Benutzerkonto aufweisen konnten, aus zwei von fünf von Sonys angebotenen Spielen auswählen können. Es handelt sich dabei um die Vollversionen „LittleBigPlanet“, „Super Stardust HD“, „Ratchet & Clank: Quest for Booty“ und“Hustle Kings“. Die restlichen Playstation-Network-Kunden dürfen hingegen, dürfen die Spiele „Infamous“ sowie „Dead Nation“ spielen, die nämlich zwei Ab-18-Titel sind, die den Gamern auf der restlichen Welt kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt wurden.

Die Nutzer eines Playstation Portable, können zwischen folgenden Spielen auswählen: LittleBigPlanet PSP, ModNation PSP, Everybodys Golf 2 und Buzz Junior Single Party. Aus Jugendschutzgründen wurden die Spiele „Killzone Liberation“ sowie „Pursuit Force“ von den Spielen „Everybodys Golf 2“ und „Buzz Junior“ ersetzt. Es sollte eine nette Geste von Sony sein, die jedoch den einen oder anderen PS3-Spieler verärgert haben dürfte. Denn viele der angebotenen Spiele sind schon mehr als drei Jahre alt, äußerten sich die Gamer. Nick Caplin, seinerseits Sprecher von Sony Computer Entertainment Europe rechtfertigte sich den verärgerten Spielern gegenüber: „Wir haben wirklich versucht, eine Auswahl hochqualitativer Games zusammenzustellen, anstatt einfach günstigere Titel anzubieten. Die Durchschnittsbewertungen dieser Spiele liegen bei über 84 Prozent, es sind also hochqualitative Games.“Auch ein Fan aus dem Playstation Blog klang ziemlich verärgert über die zensierte Auswahl von PS3-Spielen: “Absolute Frechheit. Top-Games werden ausgetauscht mit Ein-Euro-Spielen…lachhaft, wie mit deutschen Sony-Kunden umgegangen wird”.

Zudem sollen alle PSN-Nutzer einen Monat lang kostenfrei Zugang zum Onlinedienst Playstation Plus erhalten, bei dem es sich um einen Premium Dienst handelt. War ein PSN-User bereits im Vorfeld Premium-Kunde, so erhält er eine kostenlose Nutzung von zwei Monaten, also 60 Tagen. Alle Inhalte jedoch, die in diesem Zeitraum erworben wurden, dürfen nach Ablauf der gewährten Testphase, nicht mehr genutzt werden. Wer also sein Abo nicht verlängert, darf die Inhalte auch nicht mehr nutzen. Auch hier hat sich ein wütender Gamer über die kostenlose Nutzung von PS Plus geäußert und klang alles andere erfreut: “Aus eigenem Unvermögen auch noch versuchen, Kapital zu schlagen und PS Plus versuchen an den Mann zu bringen, ist eine Frechheit.” Nick Capler äußerte sich auch zu diesem verärgerten User und versuchte die Gemüter zu beruhigen und klärte auf: “PS Plus funktioniert nun mal leider so. Aber betrachtet man es anders und als einmonatigen Zugriff auf eine Menge kostenloser Inhalte, sollte man einen beschäftigungsreichen Monat vor sich haben.”

Während alles so scheint, seinen gewohnten alten Lauf zu nehmen, tauchen immer mehr Infos zum Datenklau von Sony auf. Es war der größte Datenklau der Geschichte. Wie man aus Protokollen der Hacker-Gruppe Anonymous entnehmen kann, hat Sony diverse Sicherheitslücken auf den Servern. Sony hatte dabei auf eine veraltete Software gesetzt, über deeren Schwachstellen schon seit geraumer Zeit im Netz berichtet wurde. So soll es den Angreifern gelungen sein, in das Netzwerk von Sony eingedrungen zu sein.

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